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II. Mannschaft – 19. Spieltag Kreisliga Staffel II – Sonntag, 12.04.2026, 15 Uhr – FSV Herda – SG SV Grün-Weiß Gospenroda II 2:2 (1:1)

Vor knapp 150 Zuschauern schlug sich unsere Zweite Mannschaft am Sonntag mehr als gut und verpasste nur knapp den Sieg beim FSV Herda. Gegen die favorisierten Gastgeber zeigten unsere Jungs großen Einsatz und betrieben viel Aufwand. Am Ende holte man mit einem 2:2 einen Punkt der sich nach diesem Spielverlauf eher wie eine kleine Niederlage anfühlte.

Die Lok legte gut los und verlagerte das Spielgeschehen über weite Teile der ersten Hälfte auf des Gegners Seite. Hin und wieder sprangen auch ein paar Abschlüsse heraus. Der gefährlichste in der 22. Minute als ein Schuss von Luca Müller das Außennetz zappeln lies. Besser machte es dann der FSV nur ein paar Minuten später und stellte auf 1:0. Ein Treffer mit dem man nicht unbedingt rechnen konnte aber so läuft es eben manchmal.

Weiter im Vorwärtsgang bearbeitete man die Herdaer weiter so gut es ging. Die zeigten Nerven denn bereits nach 41 Minuten musste man in Unterzahl agieren, nachdem sich Christoph Treibert die Gelb-Rote Karte abholte. Ohne die Defensive zu vernachlässigen und um die Stärken des Gegners wissend gelang kurz darauf der verdiente Ausgleich. Vier Minuten vor der Pause traf der reaktivierte (wie oft eigentlich zum Glück schon?) Sebastian Goericke zum verdienten 1:1.

Nach dem Seitenwechsel ging es sofort Schlag auf Schlag. Marc Rossbach traf zum 1:2 ehe, praktisch mit dem Anstoß und nur zwei Minuten später der Jubel verpuffte und Jannes Niet umgehend den Ausgleich erzielte. Ansonsten bot sich über weite Strecken der zweiten Halbzeit eigentlich ein ähnliches Bild wie in Hälfte Eins. Der ESV versuchte das Spiel zu machen und wurde offensiv immer wieder gefährlich mit einigen Abschlüssen. Aber auch Herda war in Unterzahl stets gefährlich und hatte ein paar Vorstöße zu verzeichnen.

Ab der 70. Minute wurde das Spiel dann etwas ruppiger und es gab mehr gelbe Karten als schöne Spielszenen. Was dann gegen Ende in ein paar unschöne und überflüssige Aktionen mündete die hier nicht näher beschrieben werden sollen. Böse Zungen behaupten, dass es mehr als glücklich für die Gastgeber endete und nur einer der Ihren vom Platz gestellt wurde über 90 Minuten. Aber sei es drum. So gab es noch einen Platzverweis für den ESV und das Spiel endete also auch vom Personal her ausgeglichen.

Ob das alles verdient und richtig war? Mögen andere entscheiden. Wann es die nächste Chance auf drei Punkte gibt? Immerhin das kann ich verraten. Bereits am kommenden Samstag, den 18. April. Da spielt unsere Zweite zuhause im Werra- Stadion gegen die SG VfB 1919 Vacha II. Anstoß ist um 15 Uhr. Kommt gerne vorbei und unterstützt die Mannschaft.

Bis dahin, eine sonnige Woche und nur der ESV!

Zuschauer: ca. 150

Torfolge:

1:0 (26.)M.Eick
1:1 (41.) S.Goericke
1:2 (49.) M.Rossbach
2:2 (51.) J.Niet

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II. Mannschaft – 18. Spieltag Kreisliga Staffel II – Sonntag, 29.03.2026, 15 Uhr – SG SV Grün-Weiß Gospenroda II : SG FSV Diedorf/Rhön 0:0 (0:0)

Am vergangenen Sonntag trafen sich im Werra Stadion zu Gerstungen zwei Tabellennachbarn. Punktgleich und nur durch das Torverhältnis getrennt gab es am Ende was es wohl einfach geben musste, selbstverständlich ein Remis. Torlos! Zum Glück war das Spiel nicht so flach wie es das Endergebnis vermuten lässt, wenn es auch keine Tore zu bestaunen gab so doch zumindest ein paar Chancen und Highlights. Und der ein oder andere mag an diesem Tag mit ein paar weniger Haaren nach Hause gegangen sein, vor allem wenn man es mit den Gerstungern hielt.

Von Beginn an zeigte die Lok, wenn auch ersatzgeschwächt und mit der einen oder anderen Überraschung im Aufgebot, wer den Ton über die kommenden 90 Minuten angeben sollte. Bereits in der fünften Spielminute zappelte der Ball im Netz, jedoch nur von Außen als Tom Hasler sich mit einem Freistoß annäherte.

In der Folge zeigte sich über beide Halbzeiten mehr oder weniger das gleiche Bild. Die Elf aus Gerstungen ließ den Ball, mal mehr mal weniger gut, laufen und den Gegner gleich mit. So wurden sich einige Chancen erarbeitet doch blieben sie leider allesamt ungenutzt. Was passiert in solchen Fällen eigentlich immer? Richtig, der Gegner kommt zu Chancen und legt einem ein vorösterliches Ei ins Netz. Glücklicherweise hatte Fortuna an diesem Tag aber weder Zeit für den ESV noch für die Gäste aus Diedorf und so blieb es am Ende beim torlosen Unentschieden.

Bitter, denn da wäre mehr drin gewesen. Gerade für die alten Recken Rudloff und Heidel die nochmal aus der Rente geholt wurden und alles hineingeworfen haben. Auch Martin Kaps machte ein tolles Spiel, verpasste es jedoch sich selbst zu belohnen und einer seiner drei großen Chancen zu nutzen. So haderte er auch nach dem Spiel selbstkritisch mit sich.

Wir sagen aber, Kopf hoch und Blick nach vorne! Am 6. 4. tritt unsere Elf in Dermbach an. Anstoß ist 13 Uhr. Zum Ostermontag ein bisschen ehrlicher Fussball? Warum eigentlich nicht? Also kommt vorbei und unterstützt die Jungs vom ESV!

Allen Anderen alles Gute, ein paar schöne Ostertage und nur der ESV!

Torfolge: Fehlanzeige

Zuschauer: ca. 40

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II. Mannschaft – 17. Spieltag Kreisliga Staffel II – Samstag, 21.03.2026, 14 Uhr – FSV Eintracht Eisenach : SG SV Grün-Weiß Gospenroda II 1:1 (1:1)

Die Lok machte am 17. Spieltag Halt zum Auswärtsspiel in Eisenach, gastgebender Verein war der FSV Eintracht Eisenach. Die Eisenacher stehen aktuell an der Tabellenspitze mit 39 Punkten, 4 Punkte vor unseren Nachbarn aus Herda, welche aber noch 2 Spiele weniger absolviert haben. Weiterhin war es das Aufeinandertreffen der besten Offensive der Liga gegen eine der besten Defensiven, es sollte also ein Gratmesser und Standortbestimmung des momentanen Leistungsniveaus werden.

Schon vor dem Anpfiff musste man sich die Augen reiben, denn es war Max Golle, der über viele Jahre eine Reihe weiter vorne als Verteidiger agierte, der sich das Torwarttrikot übergestreift hatte und sich im Tor warm schießen ließ. Kurzfristig mussten Meister und Hasler am Vormittag gesundheitsbedingt absagen, also übernahm Golle die Aufgabe zwischen den Pfosten und für die Offensive konnte man sich u. a. wieder auf Göricke als Backup verlassen.

Nach dem Anpfiff konnte man gleich sehen, dass sich die Lok an diesem Tag was vorgenommen hatte, die Jungs gingen direkt vorne drauf und pressten offensiv, sodass sie sich gleich mehrere Ballgewinne erarbeiten konnten. Das erste offensive Zeichen unserer Mannschaft dann nach 9 gespielten Minuten: Nach Flanke von rechts durch Kehr drückte Hartig den Ball in der Mitte über die Linie, jedoch stand Hartig bei der Abnahme klar im Abseits und das Tor zählte nicht. Weitere offensive Akzente des ESV endeten immer wieder in den Abwehrreihen der Gegner, zwingende Abschlüsse waren noch Mangelware.

Nach 17. Min. meldeten sich dann die Gastgeber das erste Mal offensiv an, nach einem hohen Ball vor den Strafraum, verlängerte ein Eisenacher Spieler den Ball von der Strafraumkante mit dem Kopf Richtung Tor, der Ball flog in hohem Bogen Richtung langes Eck, jedoch glücklicherweise für uns am Pfosten vorbei ins aus. Zwei Minuten später der nächste Eisenacher Vorstoß über rechts in den 16 er, dieses Mal konnte sich Golle das erste Mal auszeichnen, er kam raus, verkürzte das Eck und konnte den versuchten Chip-Ball Richtung langes Eck mit dem Körper klären. Es war nun spürbar, dass die Eisenacher jetzt etwas besser ins Rollen kamen und diese belohnten sich kurz darauf in der 23. Min. auch mit dem Führungstreffer. Ein flacher Ball durch die Mitte hebelte unsere Abwehrreihe aus, im Laufduell mit einem Verteidiger blieb Stolze cool, nahm den aufsetzenden Ball an der Strafraumkante direkt mit dem ersten Kontakt und überspielte den herauseilenden Golle mit einem Heber direkt ins Tor. Jetzt hieß es einmal kurz Mund abputzen und weiter, unsere Mannschaft blieb unbeeindruckt von dem Gegentreffer und arbeitete weiter nach vorne und belohnte sich sieben Minuten nach dem Führungstreffer mit dem Ausgleich. Einen fälligen Freistoß rechts vor dem Eisenacher Strafraum brachte Kehr gefühlvoll Richtung linkes Fünfereck, der einlaufende Berge ging volles Risiko und nahm den Ball volley und nagelte ihn zentral an die Unterkante der Latte, von dort sprang der Ball nach unten und beim Wieder-nach-oben-springen fand dieser sich im Netz direkt hinter der Latte wieder, Wembley-Diskussionen waren an der Stelle überflüssig. Die schnelle Antwort auf die Führung war gefunden und die Lok machte unter Volldampf weiter und wollte noch vor der Halbzeit die Führung. Einmal war es Zarschler, der stark den Ball gegen 3 Gegenspieler behauptete, in den 16er zog und dann den Ball knapp am langen Pfosten vorbei setzte. Dann war es Kehr, der mit dem Rücken zum Tor zentral vor dem Eisenacher Strafraum den Ball behauptete, sich drehte und das linke untere Eck anvisierte. Der Eisenacher Keeper konnte den Ball parieren, jedoch ließ er ihn seitlich nach vorne prallen, Hartig setzte nach, wollte den noch am Boden liegenden Keeper überchippen, ein sicher geglaubtes Tor, doch der Ball trudelte rechts am Pfosten vorbei, danach bittete der Schiedsrichter zum Pausentee.  

Nach der Halbzeit kam Eisenach mit Schwung aus der Kabine. Einen Vorstoß über rechts mit flacher Hereingabe direkt vor das Tor konnte der relativ freie Eisenacher Offensive nicht im Tor unterbringen, er traf den Ball nicht richtig und der ging am rechten Pfosten vorbei ins Toraus. In der 49. Min. kam dann Göricke für den bereits in der ersten Halbzeit angeschlagenen Berge, Göricke ging auf die rechte Außenbahn, Roßbach rückte für Berge in die Viererkette. Dann probierten es die Eisenacher wieder über rechts. Eine flache Hereingabe in den Rückraum führte zum Abschluss, Golle konnte aber abtauchen und den Ball um den Pfosten lenken. Die resultierende Ecke wurde dann auch gleich gefährlich, da diese einen Eisenacher Kopf fand und der Ball an die Latte klatschte. Danach stellte Eisenach seine Offensivbemühungen weitestgehend ein und der ESV konnte sich wieder offensiv anmelden. Diesmal war es Roßbach, der nach einem Freistoßabpraller in die Mitte, den Eisenacher Keeper mit einem Flachschuss aufs linke untere Eck testete. Kurz darauf ein Musterspielzug wie aus einer Trainigseinheit, Göricke eroberte zentral im Mittelfeld den Ball, legte ihn dann rechts raus auf den mitgelaufenen Henning, der marschierte auf der Außenbahn Richtung Strafraumkante und brachte dann eine scharfe, flache Hereingabe auf den langen Pfosten wo Zarschler mit langem Bein den Ball um Haaresbreite verpasste. Der Spielzug hätte ein Torverdient gehabt. In der 64. Minute kam dann Seidl für den angeschlagenen Henning, welcher sich bei einem Zweikampf verletzte. Kurz darauf gab es die nächste gute Chance für unsere Reihen. Der sehr agile Kehr machte eine flache Hereingabe von außen im Strafraum fest, drehte sich, und verfehlte das Tor knapp unten links. Der ESV setzte immer wieder offensive Nadelstiche, welche aber nicht zum Erfolg führten, Eisenach fiel offensiv nichts mehr ein. Auch der mit 20 Treffern Führende in der Torschützenliste der Kreisliga Staffel 2, Nils Römer, rieb sich vorne auf, wurde aber von unserer Defensive nicht aus den Augen gelassen und konnte dem Spiel nicht seinen Stempel aufdrücken.

In den letzten 20 Spielminuten spielte sich das Geschehen hauptsächlich zwischen beiden Strafräumen ab, zwingende Chancen kamen in dieser Spielphase nicht zustande und es kam immer wieder zu kleinen Nicklichkeiten und Freistößen im Mittelfeld. So langsam wollte man sich schon auf ein Unentschieden einstellen, dann ergab sich für Kehr noch einmal eine gute Chance nach Golle-Abschlag. Der Ball wurde länger und länger, Kehr erlief sich den Ball im Laufduell mit einem Eisenacher Verteidiger und fackelte rechts im Strafraum nicht lange und setzte einen strammen Schuss Richtung langes Eck ab, jedoch war der Eisenacher Torhüter Höhne zur Stelle und wehrte den Schuss mit einer starken Fußabwehr ab. Mittlerweile war die Nachspielzeit angebrochen und Fleischer sollte noch zu einem Kurzeinsatz für Patz kommen. Zu diesem Zeitpunkt waren gefühlt beide Seiten mit dem Unentschieden zufrieden und dachten wahrscheinlich schon an die restliche Wochenendgestaltung.

Doch irgendwie konnten die Spieler beider Seiten diese Gedanken anscheinend nicht teilen und wollten noch was für den Blutdruck aller Anwesenden tun. Die aufgerückten Eisenacher wurden mit einem diagonalen Flachpass unserer Mannschaft durchs Mittelfeld überrascht und plötzlich lief Hartig, verfolgt von einem Eisenacher Spieler alleine aufs Tor zu, umkurvte rechts den Eisenacher Keeper und wollte dann von außen ins verwaiste Tor einschieben. Jedoch wollte der besagte mitgelaufene Eisenacher Spieler den Partycrasher spielen und klärte den Schuss mit einer Grätsche nach außen, Hartig schaltete sofort und flankte den Ball auf den langen Pfosten wo der aufgerückte Fleischer zum Flugkopfball ansetzte. Der Ball, als Aufsetzer geköpft, sprang Richtung Tor und am Spielfeldrand brachen schon Jubelarien aus, doch plötzlich ein Pfiff des Schiedsrichters. Draußen schauten sich alle ungläubig an und wussten nicht was los ist. Vom Handzeichen des Schiedsrichters, welcher Richtung Tor zeigte, konnte man erahnen, dass er anscheinend Elfmeter geben wollte. Dann konnte man einigen Eisenacher Spielern das Entsetzen ansehen und sie schlugen die Hände über dem Kopf zusammen. Was von draußen nicht ersichtlich war: Ein Eisenacher Spieler, der in der Situation mit zurückgeeilt war, ergriff im wahrsten Sinne des Wortes die Initiative und wischte den ins Tor springenden Ball mit der Hand wieder raus. Nach Aussage unserer Spieler und auch von Eisenacher Spielern nach dem Spiel war der Ball bereits im Tor. Ein Vorwurf Richtung Schiedsrichter kann man hier nicht machen, weil er das aus seiner Position nicht sehen und beurteilen konnte. Jedoch bleibt die Bestrafung des händischen Übeltäters eine Kuriosität, denn der ansonsten souverän leitende Schiedsrichter gab nur eine gelbe Karte und den folgenden Strafstoß. Da ein Drama natürlich nicht nach einem Akt zu Ende sein kann, war das noch nicht die ganze Schlusspointe. Dem fälligen Strafstoß nahm sich Kehr an, welcher ein super Spiel machte und als Dreh- und Angelpunkt in der Offensive überzeugte, er hatte die Chance sich an dieser Stelle für seine gezeigte Leistung zu belohnen. Doch leider fehlte ihm heute in seinen Abschlüssen immer das letzte Quäntchen Glück und so war es dann auch mit dem Strafstoß. Er suchte sich die linke untere Ecke aus und der gut aufgelegte Höhne ahnte die Ecke und konnte den Ball zur Seite abwehren. Die Situation war in diesem Moment aber nicht abschließend geklärt, unsere Mannschaft setzte nach und konnte den Abpraller direkt wieder in die Mitte bringen, der einstartende und komplett blanke Seidl hatte jedoch keine Chance den Ball zu verarbeiten, die Mischung aus Flanke und Schuss ging vor ihm an die Latte und prallte nach außen weg, dann wurde der Ball geklärt und es ertönte der Schlusspfiff. Am Ende konnte man sehen, wie nah Freud und Leid beieinander liegen, der ESV hätte sich mit drei Punkten gegen den Tabellenführer belohnen können und dieser war froh über den einen Punkt. Trotzdem war es eine der bisher besten Saisonleistungen, die der ESV auf den Rasen gebracht hat. Man ist geschlossen als Mannschaft aufgetreten, hat sich spielerisch und kämpferisch sehr gut verkauft, hat auch nach einem Rückschlag den Kopf oben behalten und hat sich sein Tor sowie weitere Chancen erarbeitet. 

Als nächstes ist am Sonntag, den 29.03, die SG FSV Diedorf/Rhön bei uns im heimischen Werra-Stadion zu Gast. Anstoß nach Zeitumstellung ist 15:00 Uhr.

Kommt vorbei und unterstützt unsere Jungs! Bis dahin eine schöne Woche und nur der ESV!

Torfolge:
1:0 (23.) M. Stolze
1:1 (30.) R. Berge

Zuschauer: 65

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II. Mannschaft – 14. Spieltag Kreisliga Staffel II – Freitag 28.02.2026, 14 Uhr – SG SV Grün-Weiß Gospenroda II : SG BSG Kali Werra Tiefenort 0:0 (0:0)

Nach einer langen Pause sind auch wir wieder aus dem Winterschlaf erwacht und wünschen allen Leserinnen und Lesern verspätet noch ein frohes neues Jahr 2026. Da wir zum Ende der Hinrunde leider nicht mehr zum Schreiben dieser Spielberichte gekommen waren, lautete unser Neujahresvorsatz, euch für die Rückrunde wieder nach jedem Spiel auf dem Laufenden zu halten.

Unsere Mannschaft startet leider nicht so furios in die Rückrunde wie in die Hinrunde. Nachdem man am 1. Spieltag noch mit 1:6 gegen Kali Werra Tiefenort im Kaffeetälchen gewinnen konnte, steht nach einem langen Abnutzungskampf ein 0:0 auf der Anzeigetafel im Werra-Stadion. Leider gelang unseren Jungs also kein Start nach Maß ins neue Jahr.

Durch den 5:1 Heimsieg im letzten Spiel des vergangenen Jahres gegen die SG FSV Lautertal Bischofroda, überwinterte der ESV im Tabellenmittelfeld der Liga. Mit Platz 5 und 20 Punkten auf dem Konto stand man im Ligavergleich nicht schlecht da, jedoch waren die Saisonziele deutlich ambitioniert gesetzt. Daher war das Motto für die Rückrunde klar: „Risiko ist besser als Reue“. Unsere Jungs wollten, gegen die im Abstiegskampf steckenden Tiefenorter, ein erstes Ausrufezeichen in der Rückrunde setzen und noch einmal die oberen Plätze in der Liga angreifen.

Allerdings startete der ESV alles andere als gut in das Spiel. Nach knapp 30 Sekunden marschierte ein Tiefenorter Spieler durch die Abwehrreihen unserer Jungs und schloss aus halbrechter Position im Strafraum ab. Der Schuss auf die kurze Ecke war, zum Glück unserer Mannschaft, jedoch nicht genau genug und traf nur das Außennetz. Spätestens nach dieser Aktion waren alle, welche an diesem Samstag den Weg ins Werra-Stadion gefunden hatten, wieder aus dem Winterschlaf erwacht. In den darauffolgenden Minuten nahm der ESV das Heft in die Hand und hatte mehr Ballbesitz als der Gegner. Allerdings rollte der Ball nur gut durch die eigene Abwehrreihe, weshalb Berge und Döhrer sich meist das Leder hin und herschoben. Es fehlte das Tempo und die Bewegung im Aufbauspiel, was dem Gegner aus Tiefenort das Verteidigen erleichterte. Gefährlicher wurde es nur bei langen Bällen auf die flinken Außenspieler Zarschler und Henning. Jedoch kam auch bei den wenigen Durchbrüchen über Außen nichts Zählbares heraus. Die wirklichen Hochkaräter in der 1. Halbzeit hatten die Gäste. Nach einem leichtfertigen Ballverlust in der Vorwärtsbewegung unserer Mannschaft, schalteten die Tiefenorter über wenige Stationen schnell um. Durch einen Steckpass lief ein Kali Werra Spieler auf das Tor des ESV zu. Anstatt jedoch an der Sechzehner Kante selbst abzuschließen, legte er noch einmal quer auf Bechmann, welcher die Kugel dann im Tor unterbrachte. Allerdings wurde die vermeintliche Führung aufgrund einer knappen Abseitsstellung direkt wieder durch den Schiedsrichter einkassiert. Einige Minuten später kamen die Gäste aus Tiefenort erneut nach einem Konter zu einer guten Gelegenheit. Den Abschluss blockte Seidel, welcher erstmals in der Startaufstellung des ESV stand, jedoch artistisch zur Ecke ab. Dieser Rettungsaktion und weiteren guten Paraden durch Torhüter Katzmann war es zu verdanken, dass es zum Pausenpfiff noch 0:0 stand.

Viel Luft nach oben also noch für unsere Jungs im zweiten Durchgang. Jedoch begann auch dieser so, wie der Erste endete. Viel Ballbesitz für den ESV, ohne dass wirklich etwas passierte. Einzig und allein die gefährlichen Konter der Tiefenorter blieben durch eine bessere Absicherung aus. Auch die Einwechslungen von Hasler und Stark änderten nichts am Spielverlauf. Unsere Mannschaft war sichtlich bemüht, das Spiel für sich zu entscheiden, allerdings verpufften diese Bemühungen durch fehlende Kreativität im Offensivspiel. Ärgerlicherweise verletzte sich Döhrer in der 65. Spielminute bei einer Abwehraktion auf Höhe der Mittellinie. Während eines Zweikampfs knickte er mit dem Fuß um und musste mit schmerzverzerrtem Gesicht ausgewechselt werden. An dieser Stelle wünschen wir natürlich gute Besserung und eine rasche Rückkehr auf den Rasen. In den darauffolgenden Minuten war das Spiel geprägt von mehreren Unterbrechungen. Zum Teil geschuldet durch Klärungsaktionen der Gäste, welche immer wieder Einwürfe nach sich zogen. Zum anderen musste Schiedsrichter Zöller die Partie aufgrund schwindender Kräfte der Tiefenorter unterbrechen. Mehrere Krämpfe der Gästespieler führten zu Bildern, wie man sie sonst nur aus Verlängerungen in K.O.-Spielen kennt. Aufgrund dessen plätscherte das Spiel vor sich hin und die Minuten vergingen, ohne dass etwas Nennenswertes passierte. In den letzten Spielminuten versuchten unsere Jungs noch einmal alles, um die 3 Punkte im Werra-Stadion zu behalten. Beinahe hätten diese Bemühungen sogar den erhofften Torerfolg nach sich gezogen. Nach einer flachen Flanke aus dem rechten Halbfeld konnte der Ball von den Gästen nicht geklärt werden und rutschte durch. Köhl, welcher darauf spekuliert hatte, war am zweiten Pfosten durchgelaufen und kam aus 5 Metern frei zum Abschluss vor dem Tiefenorter Torwart Müller. Allerdings verfehlte er das Ziel knapp und traf nur den linken Torpfosten. Wenige Minuten später pfiff Schiedsrichter Zöller die Partie ab.

Alles in allem war das torlose Unentschieden das passende Endergebnis für den Spielverlauf. Das Remis bringt den ESV auf nun 21 Punkte in der Tabelle. Im anstehenden Auswärtsspiel gegen die SG Bremen/Rhön müssen unsere Jungs den Knoten dann endgültig lösen, um erfolgreich in die Rückrunde zu starten. Ein paar gute Ansätze waren zu erkennen, allerdings hat unsere Mannschaft noch viel Potenzial nach oben. Dies gilt es am 8. März auf dem Sportplatz Bremen in Geisa unter Beweis zu stellen.

Allen noch eine angenehme Woche und nur der ESV!

Zuschauer: 50

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1. Spieltag Kreisoberliga – So., 11.08.24, 16 Uhr – SG SV Kali Unterbreizbach – SG ESV Gerstungen 2:2 (1:0)

Die Sommerpause ist zu Ende und die neue Saison startet – endlich wieder Fußball! Und so möchten auch wir uns mit dem ersten Spielbericht zurückmelden.

Nach einigen Veränderungen in und rund um den Verein und dem letztlich doch noch geglückten Klassenerhalt gibt es auch dieses Jahr Kreisoberliga-Fußball im Werrastadion zu sehen. Doch für das erste Punktspiel der neuen Saison musste unsere Mannschaft zunächst einmal in Unterbreizbach antreten. Die letzten 4 Pflichtspiele gegen U-Bach wurden allesamt verloren und so datiert der letzte Auswärtserfolg aus dem Jahr 2021, damals ein knappes und torreiches Spektakel (3:4).

Auch am heutigen Tag sollte den gut 200 Zuschauern, welche das zeitgleich stattfindende Sommerfest besuchten, wieder einiges geboten werden. Die neu formierte Mannschaft der SG ESV Gerstungen befand sich zu Beginn noch in der Findungsphase und so nutzte Beck relativ frühzeitig den sich ihm bietenden Raum und schloss nach Solo wohlüberlegt zur frühen Führung ab (11. min). Unterbreizbach versuchte vor allem, sich über Konter und lange Bälle Angriffsmöglichkeiten zu erspielen. In der Folge sortierte sich unsere SG jedoch besser und begann immer mehr, das Spiel zu übernehmen und kam so über die schnellen Offensiven Zarschler, Hartig und Hasler auch zu ersten guten Chancen. Nach feinem Steckpass kam Heim-Keeper Hackspacher zu spät und traf klar den Mann. Seinen Stellungsfehler machte er allerdings umgehend wieder wett, als er den fälligen Strafstoß von Hartig hielt. Somit ging es mit einem 1:0-Rückstand in die Pause.

Nach der Pause forcierte dann unsere SG immer mehr das Angriffsspiel und drückte auf den Ausgleich. Dieser gelang schließlich Hasler, der sich schön auf außen durchsetzte, nach innen zog und hoch abschloss (49. min). Auch in der Folge agierte unsere Mannschaft deutlich engagierter, während der Heim-Elf zu diesem Zeitpunkt nicht viel Gefährliches gelang. Folgerichtig, wenn auch in der Entstehung mehr als glücklich, dann die Führung unserer SG, als wieder Hasler aus gut 18 m flach aufs Tor schießt und Keeper Hackspacher der Ball zwischen den Händen ins Tor durchrutschte (59. min). In der Folge hätte man dann den allseits bekannten Deckel draufmachen müssen, so wurden einige Chancen aus aussichtsreicher Position vergeben. Auf der anderen Seite versuchten es auch die U-Bacher nochmal. Nach fahrlässigem Ballverlust in der Hintermannschaft, rettete Katzmann noch mit starker Fußabwehr. Kurz vor Schluss dann aber doch noch der Ausgleich. Nach einem langen Ball und einem Missverständnis zwischen Keeper und Verteidiger rutschte auch auf dieser Seite des Spielfelds der Ball durch die Hände (80. min). Sehr ärgerlich aber vielleicht an dieser Stelle auch ausgleichende Gerechtigkeit.

Beim 2:2 blieb es dann schlussendlich und so beendete Schiedsrichter Kay Siefert die fair geführte Partie ohne gelbe Karten nach kurzer Nachspielzeit. Der ESV entführt also, nach zuletzt 4 Pflichtspielniederlagen, immerhin einen Punkt aus Unterbreizbach, auch wenn heute durchaus ein Sieg drin gewesen wäre. 

Mit Fußball geht es dann diesen Samstag weiter, wenn das erste Heimspiel im Werrastadion ansteht. Gegner ist die II. Mannschaft der SV Borsch 1925 um 15:00 Uhr mit hoffentlich den ersten 3 Punkten! Die erste Mannschaft bestreitet dann am Sonntag bereits um 11:00 Uhr ihr Landespokal-Spiel in Gospenroda gegen die Spielvereinigung aus Siebleben. 

Kommt gerne vorbei und unterstützt die Jungs! Für das leibliche Wohl ist wie immer gesorgt! Allen Lesern und Fans eine angenehme Woche!

Torfolge:
1:0 (11. min) B. Beck
1:1 (49. min) T. Hasler
1:2 (59. min) T. Hasler
2:2 (80. min) P. Grzesiek

Zuschauer: ca. 200

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Gemeinsam stark für die Region: Interview mit Fußball-Abteilungsleiter Philipp Seidenfad

Wenn der Kreisfußballausschuss grünes Licht gibt, dann werden der ESV Gerstungen, Grün-Weiß Gospenroda und der SV Dippach ab der Saison 2024/25 als Dreier-Spielgemeinschaft starten. Über das Projekt sprachen wir mit Gerstungens Abteilungsleiter Philipp Seidenfad.

Die Spatzen pfeifen es inzwischen von Dächern, dass der ESV Gerstungen die bisherige SG Grün-Weiß Gospenroda/SV Dippach zur Dreier-Spielgemeinschaft ergänzt. Wie ist der aktuelle Stand?

Noch haben wir den Antrag nicht eingereicht. Wir hatten uns erst einmal vorab beim KFA informiert, denn es gibt bei der Bildung so einer SG einiges zu beachten. Aber die drei Vereine sind sich einig und wollen künftig an einem Strang ziehen.

Warum gibt der ESV seine Eigenständigkeit auf?

Die Personaldecke ist bei uns wie vielerorts in den vergangenen Jahren immer dünner geworden. Kürzlich mussten wir bekanntlich unsere zweite Männer-Mannschaft zurückziehen. Vermutlich hätten wir nächste Serie noch eine Mannschaft allein stellen können, doch wir haben jetzt schon etwa zehn Mann im Kader, die über 30 sind. Perspektivisch würde das wohl nicht mehr lange funktionieren. Uns fehlen die Spieler in den Mittzwanzigern.

Im Jugendbereich spielen Gospenrodaer, Dippacher und Gerstunger ja ohnehin schon zusammen….

Genau. Das ist auch entscheidender Grund, dass wir diesen Schritt nun auch im Männerbereich gehen. In der Jugendspielgemeinschaft arbeiten wir seit etwa acht Jahren sehr flexibel und erfolgreich zusammen. Das läuft alles ohne Komplikationen. Der ältere Jahrgang der jetzigen B-Junioren ist von klein auf zusammen und soll möglichst auch im Männerbereich gemeinsam auf dem Platz stehen. Schlussendlich wollen wir so die Zukunft des Fußballs in allen drei Orten absichern. Ideal wäre es dabei, wenn Gospenroda die Landesklasse und wir als ESV die Kreisoberliga halten könnten.

Wie viele Mannschaften sollen gemeldet werden?

Der Plan sind drei Teams. Damit auch in allen drei Orten regelmäßig Spiele stattfinden können.

Wurden die Vereinsmitglieder bei den SG-Planungen mit einbezogen?

Natürlich. Es war kein Alleingang des Vorstandes. Wir haben offen mit allen diskutiert und in der Abteilung eine richtige Abstimmung vorgenommen. Das Ergebnis fiel sehr eindeutig für die Spielgemeinschaft aus. Sicher gibt es auch einige Ältere, die skeptisch sind, aber es ist für uns der einzige Weg, um perspektivisch Fußball anbieten zu können.

Gerstungen ist aktuell Vorletzter der Kreisoberliga. Was erwarten Sie von der Mannschaft in den letzten Spielen als ESV?

Jetzt zählt erstmal nur das, was bis zum Saisonende passiert. Unsere Mannschaft wird alles geben, um die Klasse zu halten. Der Wille ist nach wie vor da. Das hat das Spiel gegen Ruhla (0:0) am Sonntag gezeigt, als wir bis auf die Anfangsphase absolut ebenbürtig waren. Leider haben wir keinen, der die Tore schießt.

© Thüringer Allgemeine:
https://www.thueringer-allgemeine.de/sport/sport-wartburgkreis/article242111392/Wenn-aus-Rivalen-Partner-werden-Neue-Dreier-Spielgemeinschaft-im-westlichen-Wartburgkreis.html

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