Nach einer langen Pause sind auch wir wieder aus dem Winterschlaf erwacht und wünschen allen Leserinnen und Lesern verspätet noch ein frohes neues Jahr 2026. Da wir zum Ende der Hinrunde leider nicht mehr zum Schreiben dieser Spielberichte gekommen waren, lautete unser Neujahresvorsatz, euch für die Rückrunde wieder nach jedem Spiel auf dem Laufenden zu halten.
Unsere Mannschaft startet leider nicht so furios in die Rückrunde wie in die Hinrunde. Nachdem man am 1. Spieltag noch mit 1:6 gegen Kali Werra Tiefenort im Kaffeetälchen gewinnen konnte, steht nach einem langen Abnutzungskampf ein 0:0 auf der Anzeigetafel im Werra-Stadion. Leider gelang unseren Jungs also kein Start nach Maß ins neue Jahr.
Durch den 5:1 Heimsieg im letzten Spiel des vergangenen Jahres gegen die SG FSV Lautertal Bischofroda, überwinterte der ESV im Tabellenmittelfeld der Liga. Mit Platz 5 und 20 Punkten auf dem Konto stand man im Ligavergleich nicht schlecht da, jedoch waren die Saisonziele deutlich ambitioniert gesetzt. Daher war das Motto für die Rückrunde klar: „Risiko ist besser als Reue“. Unsere Jungs wollten, gegen die im Abstiegskampf steckenden Tiefenorter, ein erstes Ausrufezeichen in der Rückrunde setzen und noch einmal die oberen Plätze in der Liga angreifen.
Allerdings startete der ESV alles andere als gut in das Spiel. Nach knapp 30 Sekunden marschierte ein Tiefenorter Spieler durch die Abwehrreihen unserer Jungs und schloss aus halbrechter Position im Strafraum ab. Der Schuss auf die kurze Ecke war, zum Glück unserer Mannschaft, jedoch nicht genau genug und traf nur das Außennetz. Spätestens nach dieser Aktion waren alle, welche an diesem Samstag den Weg ins Werra-Stadion gefunden hatten, wieder aus dem Winterschlaf erwacht. In den darauffolgenden Minuten nahm der ESV das Heft in die Hand und hatte mehr Ballbesitz als der Gegner. Allerdings rollte der Ball nur gut durch die eigene Abwehrreihe, weshalb Berge und Döhrer sich meist das Leder hin und herschoben. Es fehlte das Tempo und die Bewegung im Aufbauspiel, was dem Gegner aus Tiefenort das Verteidigen erleichterte. Gefährlicher wurde es nur bei langen Bällen auf die flinken Außenspieler Zarschler und Henning. Jedoch kam auch bei den wenigen Durchbrüchen über Außen nichts Zählbares heraus. Die wirklichen Hochkaräter in der 1. Halbzeit hatten die Gäste. Nach einem leichtfertigen Ballverlust in der Vorwärtsbewegung unserer Mannschaft, schalteten die Tiefenorter über wenige Stationen schnell um. Durch einen Steckpass lief ein Kali Werra Spieler auf das Tor des ESV zu. Anstatt jedoch an der Sechzehner Kante selbst abzuschließen, legte er noch einmal quer auf Bechmann, welcher die Kugel dann im Tor unterbrachte. Allerdings wurde die vermeintliche Führung aufgrund einer knappen Abseitsstellung direkt wieder durch den Schiedsrichter einkassiert. Einige Minuten später kamen die Gäste aus Tiefenort erneut nach einem Konter zu einer guten Gelegenheit. Den Abschluss blockte Seidel, welcher erstmals in der Startaufstellung des ESV stand, jedoch artistisch zur Ecke ab. Dieser Rettungsaktion und weiteren guten Paraden durch Torhüter Katzmann war es zu verdanken, dass es zum Pausenpfiff noch 0:0 stand.
Viel Luft nach oben also noch für unsere Jungs im zweiten Durchgang. Jedoch begann auch dieser so, wie der Erste endete. Viel Ballbesitz für den ESV, ohne dass wirklich etwas passierte. Einzig und allein die gefährlichen Konter der Tiefenorter blieben durch eine bessere Absicherung aus. Auch die Einwechslungen von Hasler und Stark änderten nichts am Spielverlauf. Unsere Mannschaft war sichtlich bemüht, das Spiel für sich zu entscheiden, allerdings verpufften diese Bemühungen durch fehlende Kreativität im Offensivspiel. Ärgerlicherweise verletzte sich Döhrer in der 65. Spielminute bei einer Abwehraktion auf Höhe der Mittellinie. Während eines Zweikampfs knickte er mit dem Fuß um und musste mit schmerzverzerrtem Gesicht ausgewechselt werden. An dieser Stelle wünschen wir natürlich gute Besserung und eine rasche Rückkehr auf den Rasen. In den darauffolgenden Minuten war das Spiel geprägt von mehreren Unterbrechungen. Zum Teil geschuldet durch Klärungsaktionen der Gäste, welche immer wieder Einwürfe nach sich zogen. Zum anderen musste Schiedsrichter Zöller die Partie aufgrund schwindender Kräfte der Tiefenorter unterbrechen. Mehrere Krämpfe der Gästespieler führten zu Bildern, wie man sie sonst nur aus Verlängerungen in K.O.-Spielen kennt. Aufgrund dessen plätscherte das Spiel vor sich hin und die Minuten vergingen, ohne dass etwas Nennenswertes passierte. In den letzten Spielminuten versuchten unsere Jungs noch einmal alles, um die 3 Punkte im Werra-Stadion zu behalten. Beinahe hätten diese Bemühungen sogar den erhofften Torerfolg nach sich gezogen. Nach einer flachen Flanke aus dem rechten Halbfeld konnte der Ball von den Gästen nicht geklärt werden und rutschte durch. Köhl, welcher darauf spekuliert hatte, war am zweiten Pfosten durchgelaufen und kam aus 5 Metern frei zum Abschluss vor dem Tiefenorter Torwart Müller. Allerdings verfehlte er das Ziel knapp und traf nur den linken Torpfosten. Wenige Minuten später pfiff Schiedsrichter Zöller die Partie ab.
Alles in allem war das torlose Unentschieden das passende Endergebnis für den Spielverlauf. Das Remis bringt den ESV auf nun 21 Punkte in der Tabelle. Im anstehenden Auswärtsspiel gegen die SG Bremen/Rhön müssen unsere Jungs den Knoten dann endgültig lösen, um erfolgreich in die Rückrunde zu starten. Ein paar gute Ansätze waren zu erkennen, allerdings hat unsere Mannschaft noch viel Potenzial nach oben. Dies gilt es am 8. März auf dem Sportplatz Bremen in Geisa unter Beweis zu stellen.
Allen noch eine angenehme Woche und nur der ESV!
Zuschauer: 50
